827 200 HK E&G

Diese Lampe kam ganz unverhofft zu mir. Ein Telefonat mit der Frage: Du sammelst doch diese Petrolampen, ich habe da so eine....

So dürfte es öfter sein, oder? Ein Rothäubchen war nun in meiner Sammlung. Die Nickelschicht am Tank und am Traggestell war sehr dünn und zum großen Teil nichtmehr vorhanden. Aber das kann und darf nach ca. 70 Jahren auch gerne sein. Die Haube ist etwas eingedrückt, die rote Emaille ist auch nicht mehr so schön. Also ran an den Feind, Lampe zerlegen. Soweit kein Problem.

Aber wie bei den meisten Lampen dieses Typs ist der Rapidhebel ein Schwachpunkt. Der Ring um den Anschlußkörper war gebrochen. Was tun? Ersteinmal beiseite legen.... Ein erster Versuch die Lampe zu reinigen und zu polieren... Nicht mehr zu retten, je mehr man poliert umso mehr Nickel löst sich und die Kupferschicht kommt zum Vorschein.

Die Entscheidung ist gefallen, die Lampe wird mit einer neuen glänzenden Oberfläche versehen. Im Original war der Tank und das Traggestellt vernickelt, die Haube meines Erachtens verchromt. Meine 827er wird komplett verchromt. Also auf zur Firma im Nachbarort; einmal verchromen bitte....

Es geht voran

Nun nach langer Zeit des in der Ecke stehens, ging es im Januar nun endlich weiter.

Im Dezember hatte ich bereits einige Kleinteile zurückerhalten, die ich zum verchromen und polieren gegeben hatte.

Dadurch geriet ich allerdings ein bisschen in Zugzwang, der Rapidhebel musste fertig.

Nach einigen Stunden in der Werkstatt war es dann soweit. Der neue Rapid, aus Messing nachgebaut, funktionierte.

Danach dauerte es keine 15 Minuten, ich hatte die Lampe zusammengebaut, einen 250 HK Glühstrumpf angebunden, abgeflammt, mit dem neuen Rapid vorgewärmt. Freude, sie leuchtet wieder :o)

 

Allerdings habe ich wie immer etwas vergessen, den Tragbügel, den habe ich erst vor kurzem weggegeben, damit die Rändelmuttern verchromt und der Bügel an sich verzinkt werden. Naja, dann war es das aber wirklich.

Letztes Update am 29.03.2012 um 20:10 Uhr