Aufarbeitung der 1500er

Starke Gebrauchsspuren prägen die Vergaser und Rapidteile.          
Verkokung und Grünspan und Petroleumschlamm überall auf und in den Amaturen...

Zur Reinigung habe ich heisse Zitronensäure in ein kleines Ultraschallbad gelegt und ausreichend ‘zittern’ lassen.
Die meisten Teile kamen blitzeblank aus dem Bad, kurz mit feiner Stahlwolle übergewischt und schon ist der rote Schimmer den Messingfarben gewichen :o)

Trotz heisser Zitrone und langem ‘zittern’ war das Vergaseroberteil von innen noch nicht wieder einsatzfähig...
Also musste noch etwas nachgeholfen werden, mit einem Stahlseil, das eine Ende in eine Bohrmaschine eingespannt und das andere Ende des Seils ein wenig ‘aufgesplissen’. Das Seil in den Vergaser hinein,Bohrmaschine 'an' und drehen lassen. Das Ergebnis kann man auf dem linken Bild sehen. Viel schwarzer Russ kam dabei heraus,
anschliessend noch mit einer Lötlampe ausgebrannt und schon war das Vergaseroberteil wieder einsatzbereit.

Das Tankinnenleben war, wie nicht anders zu erwarten sehr sehr dreckig. Ich habe mit einer keinen Taschenlampe hineingeleuchtet und dann mit der Camera durch den Einfüllstutzen die Fotos gemacht.

Da mir das schütteln des Tank von Hand viel zu Zeitraubend ist, habe ich schon letztes Jahr eine Maschine dafür gebaut.
Ich fülle Aceton in den Tank und dazu eine und zwei Hände voll Schrauben. Stelle dann den Tank auf die Plattform,
diese steht ein bisschen schräge,
damit die Schrauben auch an alle Stellen am Tankboden und Tankwandung kommen.
Diese Brühe habe ich aus dem Tank entfernt. Man sollte Petroleum nicht über Jahrzehnte in den Lampen lagern,
bringt nur unnötige Arbeit mit sich... Nachher ist man immer klüger :o)

Die Maschine dreht den Tank insgesamt über eine Stunde im Kreis und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Blitzeblank.

Nach cirka einer halben Stunde habe ich den Tankinhalt durchgefiltert, danach habe ich das gefilterte Aceton erneut in den Tank gefüllt und eine weitere halbe Stunde drehen lassen :o) Danach erneut gefiltert, wieder das selbe Bild im Kaffeefilter.... Schlamm, Schlamm und nochmals Schlamm. Für mich die einfachste Art der Tankinnenreinigung. Zur Nachahmung empfohlen!

Weiter geht es mit dem Traggestell und dem darin befindlichen Gitter. Das war mit den Jahren vom Flugrost befallen. Das wollte ich ändern. Hierbei ist das geschraubte Traggestell vorteilhaft. Aufgrund des verschiebbaren Gitters sind bei diesem Traggestell nur 3 Streben vorhanden.

Auf dem  erkennt man gut das der Rost überall voranschreitet, daher landeten beide Gitterteile in kochender Zitrone.
  
Danach erkennt sehr gut den Unterschied, der Rost wurde gut ‘abgekocht’.

Abschliessend habe ich die beiden Gitterteile mit Hitzefesten silbernen Lack angesprüht, mehrere dünne Lagen.
Alle Dichtungen wurden erneuert. Damit es im Betrieb keine Überraschungen gibt. Desweiteren habe ich noch einen neuen Glühkorb und eine Vorheizschale eingebaut.

Letztes Update am 29.03.2012 um 20:10 Uhr