Primus 535

Der Petroleumkocher No. 535 von Primus wurde mindestens in dem Zeitraum von 1955 - 1971 (laut Katalogauszügen von Fl. P.) hergestellt.

Ein paar technische Details aus dem 1971er Katalogblatt:

Tankinhalt maximal 2,2l

Brenndauer maixmal 4 Stunden

Gewicht 4,9kg

2 Regulierbrenner mit Reinigungsnadel, Vorwärmung mit Spiritus

Abnehmbare Topfauflage, aus Guss emailliert 

Daraus resultierte, das mein 'Neuerwerb' schon einige Gebrauchsspuren aufzeigte...

Aber alles im Rahmen, der alte Dreck/Ruß/Fettreste weisen auf eine längere Standzeit und Nichtbenutzung hin.

Nun geht es an die Wiederherstellung der Funktion, dem aber eine gründliche Reinigung vorausgeht.

Das Emaillegehäuse ist alles in allem in einem guten Zustand, hier und da ein paar kleinere Abplatzer.

An einem Freitag Nachmittag kam Leo vorbei und wie kümmerten uns gemeinsam um den 535er, schnell war der Kocher ein seine Baugruppen zerlgt, hier und da ein wenig WD40 als Überzeugungshilfe....

Die Brenner sehen so aus, als wäre das ein oder andere mal mit Petroleum vorgewärmt worden. Soviel schwarzes habe ich nicht sooooo oft gesehen.

Die Brenner wurden vorsichtig zerlegt und dann in Leo's warmes Ultraschallbad übergeben. Damit man die Kleinteile später nicht suchen muß, legten wir sie in eine kleine gelochte Dose. Klappt wunderbar.

Nun ging es an den Tank, im inneren befand sich ein 'Schluck' alter Brennstoff und viele kleine Partikel, sieht fast aus wie feiner Sand.... Hmmm.

Zum Ausbau des Pumpenventils muss hier der komplette Pumpenschacht abgeschraubt werden.

So kommt man auch das Pumpenleder heran, denn ein Pumpendeckel wie man ihn von Starklichtlampen z.B. kennt gibt es hier nicht.

Wo sonst der Pumpendeckel 'sitzt' hat der Pumpenschacht einen Deckel mit 6-Kant mit Aussengewinde aufgelötet.

Auf das Gewinde wird ein Blech mit einer Mutter befestigt, der die beiden Handräder mit der 'Welle' führt/hält.

Die rote Frontplatte mit Primusprägung wird mit einer gerändelten Mutter auf den Pumpenschacht geschraubt.

Löst man diese Rändelmutter, zieht vorher die Sicherungsstifte die die Handräder mit den  Brennern verbindet, kann der Tank aus dem Gehäuse genommen werden. Links und rechts am Tank sind zwei 'Nasen' die im Emailleghäuse in einer Führung 'sitzen'.

 

Der Tank ist gereinigt, alle anderen wichtigen Teile wurden instandgesetzt oder erneuert.

Danach folgte der Zusammenbau, nun kann der 535 wieder viele Mahlzeiten zubereiten.

Die Reling / Topfhalter bleibt vorerst demontiert.

Letztes Update am 29.03.2012 um 20:10 Uhr